Der 17. Oktober 2016 - Welttag zur Überwindung Überwindung von Armut und Ausgrenzung

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Der 17. Oktober 2016 - Welttag zur Überwindung Überwindung von Armut und Ausgrenzung

Am 17. Oktober 1987 versammelten sich 100.000 Menschen aus aller Welt auf dem Trocaderoplatz der Menschenrechte in Paris um ein Zeichen gegen die Armut zu setzen.
Heute ist der 17. Oktober Anlass für die Menschen, die das Elend erfasst, ihre Stimme zu erheben und für alle Bürger, um gemeinsam zu überlegen, wie sich Armut bekämpfen lässt.

1987 folgten die Menschen dem Appell von Joseph Wresinski, dem Gründer von ATD Vierte Welt. Joseph Wresinski, der selbst aus armen Verhältnissen stammte, arbeitete als Priester im Notunterkunftslager Noisy-le-Grand am Rande von Paris, bevor er 1957 zusammen mit den Bewohnern des Lagers die Bewegung ATD Vierte Welt gründete. Er war überzeugt, dass soziale Gerechtigkeit nur erreicht werden kann, wenn die Stärken und die Entschlossenheit der in Armut lebenden Menschen wahrgenommen werden.

Joseph Wresinski motivierte zahlreiche Menschen aus allen Bevölkerungsschichten und allen religiösen und weltanschaulichen Richtungen, 1987 in Paris dazu aufzurufen, die Menschenrechte zu achten und sich mit Nachdruck für sie einzusetzen.

« Wo immer Menschen dazu verurteilt sind, im Elend zu leben, werden die Menschenrechte verletzt. Sich mit vereinten Kräften für ihre Achtung einzusetzen, ist heilige Pflicht ».

(Joseph Wresinski)

1992 ernannten die Vereinten Nationen den 17. Oktober zum Welttag der Armutsbekämpfung. Seither kommen jedes Jahr von Armut betroffene Menschen und diejenigen, die Elend und Ausgrenzung ablehnen, zusammen um am 17. Oktober ihren Einsatz für die Menschenwürde zu zeigen.

Dieses Jahr steht der 17. Oktober unter dem Thema « Statt Erniedrigung und Ausgrenzung Beteiligung fördern – Armut in all ihren Formen überwinden ».

Erniedrigung ist für Menschen in Armut allgegenwärtig. In der Gesellschaft haben sie keine Stimme, keine Macht und keine Unabhängigkeit. Es macht sie zu Opfern von Ausnutzung, Diskriminierung und Ausgrenzung. Es ist nicht allein der materielle Wohlstand, es sind vielmehr diese Folgen der Armut, die Einfluss auf das Leben und die Würde der Menschen haben. Menschen, die sich gedemütigt fühlen, schämen sich in der Öffentlichkeit zu zeigen und sind damit sozialer Ausgrenzung ausgesetzt und in ihren Freiheiten eingeschränkt. Sie wünschen sich Teilhabe am gesellschaftlichem Leben.

Der 17. Oktober und jene Institutionen und Menschen, die ihn zelebrieren, werben für den Dialog und das Verständnis zwischen den in Armut lebenden Menschen und dem Rest Gesellschaft.